Sonntag, 3. Juli 2016

PERSONAL | June

Ich habe vergessen, dass ich meine Nase mit der Zungenspitze berühren kann. Ich habe vergessen, auf Details zu achten, kleine Dinge wahrnehmen, Momente einzufangen.

Ich will reisen, die Welt sehen, schreiben, Erfahrungen sammeln, Sprachen lernen, wieder schreiben, lesen und lernen, ich will mich bewegen, will andere bewegen, will wieder schreiben, fotografieren, malen, zeichnen und immer wieder schreiben. Und es ist mir nicht recht, dass ich mich auf ein Leben hinterm Bildschirm einstelle. Und deshalb werde – muss – ich etwas ändern.

Früher war das so leicht, heute scheint dieses „Ich-Sein“ die größte Herausforderung zu sein. Ein Ding der Unmöglichkeit. Aber nichts ist unmöglich, richtig?

Ich frage mich, seit wann ich solche Angst habe, Angst habe zu versagen und vor den Nichts zu stehen. Seit wann bin ich so mutlos? Seit wann fallen mir selbst Dinge schwer, die ich liebe?

Ab heute folgen wir deinem Kompass.


Zum Juni in Pixeln geht es hier lang.

Freitag, 1. Juli 2016

Flashback Friday #25


W H A T ' S  N E W

Casey hat das erste Mal veganes Eis probiert und ist wie neu verliebt, sie hat selten so gutes Eis gegessen, ganz unabhängig davon, dass es vegan war. Außerdem sind wir spontan nach Wien gefahren, um uns das Haus des Meeres anzusehen, für Eden war es der erste Besuch, für Casey schon der zweite.

Casey tried vegan ice cream and immediately fell in love, she hardly ever tried such a good ice cream, apart from the fact it's vegan. Besides we made a spontaneous day trip to Vienna to see the Haus des Meeres Aqua Terra Zoo, it was the first time for Eden, Casey has been there already. 

S E E N

Zwei Wochen sind eine lange Zeit - vor allem in Fernsehzeit. Die vierte Staffel Orange is the new Black ist einfach so cool, nur schade, dass wir jetzt wieder ein ganzes Jahr auf die nächste warten müssen. Das Leben ist manchmal so #firstworldproblems. Aber wir haben wieder mit der ersten begonnen, diesmal auf Englisch. Außerdem haben wir den zweiten Teil von Conjuring gesehen - dieser Regisseur schafft es einfach immer wieder, dass man komplett fertig mit der Welt ist, seht euch den Film an. Wovon wir schockiert, irritiert und angeekelt waren, ist The Neon Demon. Nicht. Empfehlenswert. Stilistisch großartig - aber wir verstehen nicht, wo da die Handlung und der Sinn dahinter sein soll. 

Two weeks are a long time - especially in TV time. The fourth season Orange is the new Black is so cool, it's just too bad we have to wait for the next season. Sometimes life is so #firstworldproblems. Lucky us we began to watch the first season again, but this time in English. We've also seen the second part of Conjuring - always anxious after watching these movies, watch it! To the contrary we absolutely hated The Neon Demon. It's shocking, irritating, disgusting and ridiculous. Not. Recommending. At all. A great style but we can't get what it's all about.

V E R Y P I N T E R E S T I N G





L O V E D

Die Riani Kollektion Frühling/Sommer 2017 - Casey ist richtig beeindruckt und hätte gerne mehr Geld für unnützes Zeug. Und habt ihr dieses großartige Make-up-Tutorial für einen infizierten Spiderman gesehen? Abgesehen davon gibt es auf Youtube einige Trends, die wir nicht ganz so cool finden, aber die Disstracks gehören absolut nicht dazu. Ob Mirella, Ju oder Michael Buchingers Version - alle großartig. 

We loved the SS2017 collection by Riani - Casey is really impressed and would like to have more money for nonsense. And have you seen this great make up tutorial for an infested Spiderman? Apart from that there are many Youtube trends we don't like at all but the so called diss tracks aren't one of these trends. No matter if Mirella, Ju or Michael Buchinger's version - all great.

L I S T E N E D

Es waren zwei Wochen voller Ohrwürmer, vor allem für Casey. Von Topics Home zu Halseys Colors - wieso müssen diese Songs auch so eingängig sein? Eden konnte Ruby Rose' I know you like that nichts loswerden. Aber mal ehrlich: Wer will diese Frau schon loswerden? 


It have been two weeks of catchy tunes, from Topic's Home to Halsey's Colors - why are all these songs so catchy? Eden can't get rid of Ruby Rose I know you like that. But honestly: Who wants to get rid of this woman?

written by Casey and Eden
pictures via Pinterest.

Mittwoch, 29. Juni 2016

OUTFIT | Perfect Strangers

fringed bag
Who knows the secret tomorrow will hold?
We don't really need to know
'Cause you're here with me now, I don't want you to go
You're here with me now, I don't want you to go
jonas blue – perfect strangers


Meine besten Outfits sind die, in denen scheinbar nichts zusammenpasst, jedes Teil eine andere Stilrichtung, ein wenig elegant, ein wenig verspielt, ein wenig boho, ein wenig sportlich, ein wenig Winter, ein wenig Sommer. Einfach kurz im Vorbeigehen die Bilder geschossen, ohne viel nachzudenken, ohne Planung, Locationsuche, ohne sich extra dafür Zeit zu nehmen. Es könnte leicht sein, wir machen es uns nur viel zu gerne schwerer als es sein müsste.

Für ein Outfit ohne Stilrichtung folgen Sie bitte dem Fremden

Sonntag, 26. Juni 2016

PERSONAL | I’m 21 and I’m still growing up.


Wir haben gelernt, wie das sein wird, mit der Pubertät, wir haben es erlebt, und wir haben das Gefühl hinter uns gelassen, nirgends dazuzugehören, nicht erwachsen zu sein, kein Kind mehr zu sein. Wir haben unsere Abschlüsse gemacht, mehr oder weniger gut gelernt in High Heels zu laufen, Jobs gefunden, einen Weg gefunden, unsere Meinung so auszudrücken, ohne dabei jemanden zu beleidigen. Wir haben alles getan, um endlich erwachsen zu sein.

Ich bin erwachsen. Und trotzdem gehöre ich nicht zu den anderen Steuerzahlern, gehöre nicht zu denen, die Karriere machen wollen, nicht zu denen, die weiter an ihrer Bildung arbeiten, nicht zu denen, die die Welt sehen ohne einen Cent in der Tasche, ich gehöre nicht zu denen, die jeden Cent in Familienpläne und Bauprojekte stecken.

Immer noch außen vor, das alles ist mir fremd. Stattdessen liebe ich es mich auszuprobieren. Ich liebe es, mir die Welt anzusehen und dabei ein Zuhause zu haben, wo ich zurück kann. Wo all meine Schuhe und Bücher stehen. Ich liebe es, nicht ehrgeizig genug zu sein, mir einen geeigneteren Job zu suchen, in dem ich mehr verdiene und doch ehrgeizig genug zu sein, immer an irgendwas zu arbeiten. Ich liebe es, am Wochenende bis früh morgens zu tanzen, mit Fremden zu reden und ihre Gesichter zu vergessen, weil es eben nicht mein Ding ist, sie mir zu merken. Ich liebe es, tagelang vor dem Fernseher zu sitzen und gar nichts zu tun.

Ich bin nun mal niemand, der irgendwo so richtig dazugehört, das war ich nie. Ich war nie jemand der überall dabei sein musste, war nie jemand der gar nicht dazugehörte. Ich fühle mich nicht immer wohl in diesen Grauzonen – aber hey, es hieß doch Grau sei das neue Schwarz – und Schwarz geht immer. Oder war das letzte Saison?

Es ist die Welt, die Gesellschaft, alles, was jede Minute auf mich einstürmt, das mir sagt, ich würde echte Ziele brauchen, dass mich drängt nach Erfolg zu streben, danach etwas Besonderes zu sein, mein Leben immer zu genießen. Es ist diese Welt, in der es nicht reicht, zufrieden zu sein mit dem was man hat. In der es nicht reicht, einfach sein Bestes zu geben ohne einen Plan, ohne Ziel, das man verfolgt. In der es nicht reicht, Durchschnitt zu sein und es dabei belassen zu wollen.

Dabei ist es okay, nicht die Welt im Sturm erobern zu wollen. Es ist okay, nicht mehr zu wollen. Es ist okay, kein Ziel vor Augen zu haben und nicht nach Fünf-Jahres-Plänen zu leben. Es ist okay, mit einundzwanzig Jahren noch auf der Suche nach sich selbst zu sein, nicht genau zu wissen, was man will, wohin man will.

Es ist okay.

Ich bin jung, ich darf mich ausprobieren, ich darf mir die Füße wund tanzen, ich darf bis spät nachts für bescheuerte Serien wach bleiben, selbst wenn ich früh raus muss. Ich darf alles und zugleich nichts wollen. Ich bin einundzwanzig, habe Träume statt Pläne – was spricht auch dagegen? Ich bin einundzwanzig und ich werde immer noch erwachsen.

Alles zum Outfit findet ihr im botanischen Garten.

Mittwoch, 22. Juni 2016

LISTEN | Mike Posner



In seiner Jugend macht man oft Dinge, die man im später nicht mehr tun würde, wisst ihr was ich meine? Wir alle machen unsere Erfahrungen und versuchen so viel wie möglich auszuprobieren und zu erleben.

Wenn man jung ist will man alles und am besten gleich. Ich weiß noch ganz genau als ich 12 war und zum ersten Mal geraucht habe. Ich habe mich einfach so verdammt cool gefühlt, weil es ja verboten ist. Das war wohl das Dümmste, das ich jemals tun hätte können, weil ich zu dem Zeitpunkt Asthma hatte und es einfach nicht am besser werden war.
Ein Jahr später habe ich begonnen Alkohol auszuprobieren. Hab mich heimlich rausgeschlichen, habe mich schon wieder so unglaublich cool gefühlt, weil ich mich in Lokale geschlichen habe, die erst ab 16 bzw. 18 waren.

Hab mich auf alles und jeden eingelassen, einfach um zu vergessen. Auch deshalb, weil ich mir eingeredet habe, dass ich dadurch dazu gehören würde. Wo eigentlich? Zu den coolen Kids. Die, mit denen jeder befreundet sein will. Und wisst ihr was? Ich habe dazu gehört. Aber war es das wirklich wert?

Wenn ich darüber nachdenke, bin ich froh all diese Erfahrungen gemacht zu haben. Ich habe daraus gelernt. Zwei Jahre lang habe ich geraucht, ich habe mich aber dazu entschlossen es nicht mehr zu tun, weil es mich nicht weiterbringt, sondern nur Geld verbraucht und im Grunde genommen unnütz ist.
Ich habe aufgehört Alkohol zu trinken, weil ich mich spüren möchte und die Momente genießen will, die ich erlebe. Ich habe mich bewusst dazu entschlossen nicht mehr cool sein zu wollen. Aber aus einem ganz bestimmten Grund. Ich habe mich leer gefühlt. Ich wusste nicht mehr, wer ich bin und was ich fühlen soll.

Genau an diese Zeit erinnert mich das Lied I took a pill in Ibiza von Mike Posner. Ihr kennt das Lied bestimmt, aber habt ihr mal auf den Text gehört? Das solltet ihr definitiv tun.

Mehr Outfit findest du hier.