Mittwoch, 1. April 2015

OUTFIT | neutrals

#ootd
Die Dunkelheit der Nacht weicht langsam dem Grauschleier der Morgendämmerung. Die Luft, die wir einatmen, raubt uns nicht mehr den Atem und wir nehmen uns an den Händen, denn wir können den anderen wirklich spüren. Die Kälte friert uns nicht mehr ein, an ihrer Stelle taut uns der kühle Morgen auf, haucht uns Leben ein.

Wir schließen die Augen und genießen den Grauschleier auf unserer vom abgestandenen Nikotin brennenden Netzhaut. Die ersten Sonnenstrahlen erleuchten den Schleier und vertreiben in wenigen Minuten den letzten kühlen Hauch in der Luft, das Eis tanzt jetzt in den Wolken, während wir in der Morgensonne tanzen, den Sommer im Bauch spüren und mit hellrosa Tulpen in der Hand nach Hause wanken.

Zwischen dem Gestank nach Abgasen, noch nicht ausgeräumten oder schon wieder vollen Mülleimern und Industriegebieten am Stadtrand dringt ein neuer Duft zu uns durch. Frühling.

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skirt - Grand de Malice (similar here) // jumper - H&M
boots - Monzero (old, similar here) // watch - Thomas Sabo
jewellery - H&M // nail polish - sand tropez by Essie
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Zum Outfit: Ganz im Gegenteil zur Jahreszeit gibt es nicht viel Neues. Sogenannte „neutrals“ zu kombinieren ist im Moment ganz groß, die Nichtfarben sind die neuen Farben. Mir soll das Ganze egal sein – ich war noch nie wirklich ein Freund der Knallfarben. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass man jetzt überall alles in weiß, beige, grau und schwarz bekommt. Ein Hoch auf Trends, oder so.

Wie findet ihr das Outfit? Und seid ihr auch so glücklich über den greifbaren Frühling?


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Dienstag, 31. März 2015

LISTEN | The Veronicas




Gestern sind Casey und ich den ganzen Abend vor dem Computer gesessen und ich habe sie beinahe schon zugemüllt mit Liedern, die ich früher gerne gehört habe. Darunter war auch Untouched von The Veronicas. Ein Lied, bei dem ich jedes Wort noch immer auswendig kenne und mich so richtig reinsteigern kann. Es ist einfach lustig. Früher fand ich den Song so gut und heute denke ich mir: "Der Text ist eigentlich etwas seltsam. Vor allem die Strophen - aber scheiß drauf: I go ooh ooh you go ahh ahh!"

Vielen ist das peinlich bei so einem Lied lautstark mitzusingen und sie würden niemals zugeben, dass sie das mal gut gefunden haben und es vielleicht sogar noch immer tun. Das verwirrt mich immer. Man soll an der Musik doch auch Spaß haben. Es muss nicht immer alles so tiefgründig und geheimnisvoll sein oder die besten Sänger zeigen. Manchmal muss Musik einfach nur Musik sein. Oder stellt euch vor, ihr geht abends weg und hört mal keinen "schlechten" Techno zu dem ihr richtig gut tanzen könnt. Sicher, viele bevorzugen Rockbars oder eben Bars mit der Musik, die sie gerne hören: kann ich gut nachvollziehen, mache ich auch gerne, aber hin und wieder - finde ich - muss man auch mal einfach loslassen können und sich auch mal aufführen können.
Ergibt das alles Sinn? Ich hoffe ihr könnt nachvollziehen, was ich meine. Bei diesem Lied geht es mir so. Da ist es mir sowas von egal, ob die Leute blöd schauen, wenn ich in der Straßenbahn dazu singe und nicht stillhalten kann. Das könnte man doch niemals bei einem total ernsten Lied machen oder? 
Metal ist wirklich toll aber manchmal so schwermütig. Und manchmal braucht man Lieder wie Hollaback Girl, Tik Tok oder eben Untouched.

Wusstet ihr übrigens, dass die zwei aus Australien stammenden Zwillingsschwestern Lisa Marie und Jessica Origliasso, welche The Veronicas repräsentieren schon lange vor ihrem Erfolg Lieder für bekannte Künstler wie beispielsweise t.A.T.u. geschrieben haben? 

Was haltet ihr von dem Lied? Und geht es euch auch so mit gewissen Songs?

Titel: Untouched
Künstler: The Veronicas
Album: Hook Me Up
Veröffentlicht: 2007
Genre: Pop, Rock


Montag, 30. März 2015

GETTINGONOURNERVES | ungrateful artists

Stellt euch vor ihr wollt auf ein Konzert gehen, das weiter weg stattfindet. Ihr kauft euch Karten und bucht ein Hotelzimmer, gebt viel Geld aus, nehmt euch frei und das alles nur für den einen Abend. Aber ihr freut euch, weil ihr endlich die Band oder den Künstler seht, den ihr schon so lange sehen wollt. Dann kommt ihr an und steht voller Vorfreude am Eingang und wartet darauf, endlich in die Halle zu dürfen.
Plötzlich bekommt ihr mit, dass alle gebeten werden, wieder heimzugehen, weil das Konzert abgesagt worden ist - obwohl ihr gerade noch die Töne des Soundchecks wahrgenommen habt.

Genau das ist vor kurzem in Deutschland passiert bei einem Künstler, der in letzter Zeit generell durch solche Aktionen auffällt: Andreas Kümmert, ein begnadeter Sänger, der durch The Voice of Germany bekannt wurde, aber immer unsympathischer wird.
An sich kann das ja passieren, dass man krank wird oder so aber kurz vor dem Einlass alle wieder nach Hause zu schicken ist schon ein bisschen heftig und dann nicht mal eine Erklärung abliefern, was eigentlich passiert ist oder ob es ein Ersatz-Konzert geben wird.
Jedenfalls habe ich dann gestern eine Diskussion auf Facebook verfolgt, wo Andreas Kümmert einen Screenshot davon gepostet hat, wie sich ein "Fan" aufregt, dass dieses Konzert ausgefallen ist und ihn beschimpft - nicht zu unterstützen, aber viel schlimmer ist: Kümmert hat mit einem "Verreck du Drecksau" geantwortet, diese Aussage wieder gelöscht und daraufhin geschrieben, dass er diesen Post auf seiner Pinnwand, wo er beschimpft wird an seinen Anwalt weitergibt. Ähm.. ich dachte in diesem Moment, ob ich jetzt irgendwas nicht kapiert habe. Immerhin hat er ja auch nicht fein reagiert.

www.clipdealer.com






















Viele meinten dann, dass man sich als Person in der Öffentlichkeit nicht so verhalten darf, aber das ist gar nicht das, was mich aufregt. Sondern, dass man seine Fans so behandelt. Immerhin machen einen gerade diejenigen groß. Und dann kommen solche Ansagen von Leuten wie "Lasst ihm seine künstlerische Freiheit, er soll sich verhalten wie er möchte, er ist Künstler". Das regt mich am meisten auf. Nur weil man Freiberufler ist, heißt das nicht, dass man machen kann, was man will. Man hat sich genau so an gewisse Spielregeln zu halten, sonst wird man irgendwann keinen Erfolg mehr dafür ernten. Und immerhin wird er dafür bezahlt. Ein Musiker lebt von Gigs und der Großteil des Erlöses der Eintrittskarten geht an ihn, warum ist es also sein Recht nicht zu kommen?
Immerhin kann ein Blogger auch nicht seine Leser regelmäßig beschimpfen. Oder wie seht ihr das? 

Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass Musiker so etwas machen man denke einfach mal Guns n' Roses. Ich finde das irgendwie einfach nur respektlos. Vor allem, weil genau die Leute, die zum Konzert kommen, die sind, die einen unterstützen, in dem was man tut und es überhaupt erst möglich machen davon leben zu können. Auch wenn man vielleicht die Belastung nicht aushält oder dem Druck nicht standhalten kann, weil das alles nicht so ist, wie man es sich erwartet hat, sollte man sich Hilfe suchen, anstatt es an den Leuten auszulassen, die nichts dafür können.

Was sagt ihr zu solchen Situationen? Wie würdet ihr reagieren, wenn das Konzert eurer Lieblingsband kurz vor Beginn abgesagt wird?