Sonntag, 21. Dezember 2014

Christmas Time

In drei Tagen ist Weihnachten, das große Fest, der Tag im Jahr überhaupt. Ich denke, es gibt kaum einen Blog, der diese Feiertage nicht erwähnt hat, kein Special hatte, nicht bei einer Adventkalenderaktion mitgemacht hat und keine Inspirationen geteilt hat. Wunschzettel aller Art wurden in den letzten Wochen gepostet und es gab so viele Gewinnspiele wie in den elf Monaten davor zusammen.

Ich bin erst vor wenigen Tagen so richtig in Weihnachtsstimmung gekommen – erst beim Geschenkekauf. Normalerweise bin ich eine von denen, die Ende November spätestens alles beisammen hat und nur mehr einpacken muss. Tja, das hatte sich heuer auf letzten Mittwoch verschoben. Ich sage nur so viel: Ich bin froh, dass ich Urlaub habe und nicht am Wochenende alle Geschenke besorgen musste. Ehrlich.

Aber was heißt eigentlich Geschenke besorgen müssen? Ist es wirklich notwendig, dass man seinen Liebsten Zeug schenkt, das sie im Endeffekt nicht brauchen? Ist der Sinn von Weihnachten, die Wirtschaft anzukurbeln und haufenweise Geld auszugeben? Möglicherweise. Ich finde den Moment wunderschön, wenn jemand ungeduldig Geschenkspapier aufreißt und das Glänzen in den Augen von demjenigen. Das ist unbezahlbar. Ich liebe es.

Und es gibt so viel andere dieser Momente. Das Schmücken des Christbaums. Das Einpacken der Geschenke schon, ich liebe schönes Papier und wenn unter einem hübsch geschmückten Baum viele Päckchen liegen. Am liebsten würde ich Dekogeschenke hinstellen. Auch wenn das verrückt ist.

Was ich noch so an Weihnachten liebe, ist die Zeit. Zeit, die man mit Freunden verbringt. Zeit mit der Familie, Zeit mit wichtigen Menschen, die man kaum sieht. Zu Weihnachten nehmen sich alle die Zeit einander zu sehen. Irgendwie kommt mir vor, dass diese Zeit am Jahresende eine ist, in der man näher zusammen rückt.

Und das ist das wertvollste Geschenk, das wir uns gegenseitig machen können. Zeit, gemeinsam Weihnachtsfilme zu schauen – auch wenn man sie zum zwanzigsten Mal sieht. Zeit für gutes Essen mit der Familie. Zeit voller Liebe und Frieden und Zeit, in der wir uns Gutes tun. Zeit mit aufgerissenem Geschenkspapier und glänzenden Augen.

Ein frohes Fest!


Love,
Casey
#christmas2014

Samstag, 20. Dezember 2014

inspired by: leather pants

Ein Kleidungsstück hat es mir in letzter Zeit besonders angetan: Die Lederhose. Oder eine Kunstlederhose. Oder woraus auch immer besagte Hose sein sollte in Lederoptik. Ich kann nicht genau erklären warum, aber vor ein paar Wochen dachte ich so bei mir: "Ich muss eine haben, die fehlt so sehr in meinem Kleiderschrank, warum eigentlich?" Einfach, weil man sie so vielseitig einsetzten kann, klassisch, lässig, cool und elegant. Es sind praktisch keine Grenzen gesetzt - und abgesehen davon ist sie eines dieser Teile, das für sich spricht. Da muss man gar nicht mehr viel tun, es sieht gestylt aus.

Also habe ich mir eine bestellt - ich hoffe, dass diese Bestellung bald kommt, den Geduld ist nicht unbedingt eine meiner Stärken. Bis dahin habe ich fleißig gepinnt und das Ergebnis zeige ich euch hier. Nach den vielen Worten gestern - viel Spaß mit der Bilderflut und habt ein schönes (inspiriertes) Wochenende.


All pictures via Pinterest


I was really keen by this piece of clothing the last few weeks: the leather pants. Or fake leather pants. Or whatever the pants is made of in leather look. I can't explain why, but a few weeks ago I have thought by myself "I need to have one, why haven't I already one, it's really missing in my wardrobe." Simply because leather pants are very versatile. One can wear it elegant, cool, classic but also girly. There are no limits - and apart from this such pants are on of these garments which speek for themselves. One haven't to combine many other pieces to get this moment of "That's a look."

So I ordered one - I really hope it will be here soon, because patience isn't one of my strengths. Heretofore I pinned many outfit ideas which I'm sharing with you now. After so many words yesterday - have fun with this flood of pictures and have a nice (inspired) weekend.


Love,
Casey

Freitag, 19. Dezember 2014

read: Cronin, Justin [Die Zwölf]

Autor: Justin Cronin
Titel: Die Zwölf
Originaltitel: The Twelve (Ballantine Books)
Reihe: “The Passage Trilogy”, Teil 2
Genre: Endzeit-Roman
Erschienen: Mai 2014 (Taschenbuchausgabe)
Verlag: Wilhelm Goldmann Verlag, München
Umfang: 822 Seiten
ISBN: 978-3-442-46935-2



Ich weiß nicht, ob ich es nicht schon einmal erwähnt habe, aber ich habe schon vor diesem Blog Rezensionen geschrieben, nur für mich, weil mein kleines Erbsenhirn sich nicht gut merken kann, was genau passiert ist. Deshalb teile ich zuerst noch kurz Inhalt und Meinung zu Teil eins der Trilogie mit euch. Achja: Für alle, die nicht so auf ausführliche Rezensionen stehen: Das hier ist leider eine, ihr könnt auch gleich zur eigenen Meinung scrollen (;


Zu Teil Eins [Der Übergang]

Während Amy in ärmeren Verhältnissen ohne Vater aufwächst, lediglich von einer zur Prostitution gezwungenen liebenden Mutter aufgezogen wird, startet die Army in Colorado ein folgenschweres Experiment. Einziges Ziel: Die Erschaffung eines Menschen, der ewig lebt. Als Probanden wurden zum Tode Verurteilte gewählt. Und Amy. Doch etwas läuft schief – und nur das sechsjährige Mädchen kann die Welt noch retten.

„Ein Vampir-Roman, der seinesgleichen sucht, und einem das Gefühl gibt, dass alles möglich sein könnte. Sogar möglich ist. Dazu kommen fein aufeinander abgestimmte, tiefgründige Charaktere, die Hoffnung in sich tragen, obwohl die Welt verloren scheint. Man versteht nicht alles auf Anhieb, ständig passiert etwas, das erst hundert Seiten später Sinn macht. Ich sage nur so viel: Gott sei Dank geht es weiter, denn so ein Ende kann man wirklich nicht stehen lassen.“
- Mai 2013 –


Inhalt

Die Geschichte der Zwölf geht weiter. Zwölf Kriminelle und jeder von ihnen hat ein Heer blutrünstiger Virals hinter sich, die nur darauf warten, die Welt, wie sie war endgültig zu vernichten. Aber auch ihre Geschichte geht weiter. Die Geschichte des Mädchen von Nirgendwo, die Geschichte der einen, die anders war, die eine, die Die Zwölf stoppen kann. Amy Harper Bellafonte. Und auch andere Geschichten gehen weiter. Doch wie lange noch?

Der Mord an dem Polizisten war auch da – aufblitzende
Gewalt, ein weißglühender Funke -, aber in jedem der Zwölf lag
eine einzigartige Geschichte, und diese Geschichte war
das wahre Wesen, der Kern dessen, wer sie waren.
Bei Martínez hieß diese Geschichte Louise.

- Die Zwölf, Seite 330 -


Charaktere

Bereits bei „Der Übergang“ war es dieser Punkt, der mich restlos begeistert hat. Die Charaktere. Auch in Teil 2 der Trilogie sind die Personen fein ausgearbeitet, beinahe liebevoll mit Eigenarten ausgestatten und jede Rolle für sich hat ihre Berechtigung. Man trifft viele bekannte Gesichter, einige neue tauchen auf, doch eines haben alle gemeinsam: Sie sind glaubhaft. So glaubhaft, als würde man sie im Kaffee, in der Straßenbahn oder beim Einkaufen treffen. Zusammengewürfelt und perfekt für einander. Hier hat der Autor wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet.


Schauplatz

Setting für den Roman ist Nord- und Mittelamerika zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Epidemie. Zum einen kurz nach Ausbruch des Virus, zum anderen ungefähr siebzig Jahre und etwa hundert Jahre danach. Amerika befindet sich im Ausnahmezustand und ist abgeschnitten von der Welt. Die Überlebenden versuchen zu jedem Zeitpunkt nur eines: Irgendwie weiter am Leben zu bleiben und ein normales Leben zu führen. Diese Tatsache ist auch allgegenwärtig, wie die Bedrohung, die man förmlich spüren kann.


Idee und Umsetzung

Von der Idee war ich bereits beim ersten Teil begeistert. Ich finde es absolut glaubhaft, dass sich die Army, oder wer auch immer einbildet, ein Experiment starten zu müssen, bei dem ein Mittel entwickelt werden soll, durch das man ewig lebt. Das ist ein menschlicher Gedankengang. Wir leben in einer Zeit, vor allem in Amerika/Europa, in der wir alles haben. Und alles haben können, uns sind praktisch keine Grenzen gesetzt – nur der Tod hält uns auf. Zudem streben Menschen immer nach mehr. Haben wir erst ein Ziel erreicht, haben wir das nächsthöhere schon vor Augen. Grundprinzip absolut glaubhaft. Wenn auch beängstigend. Die Umsetzung bzw. Weiterführung im zweiten Band finde ich recht gut gelungen. Die Darstellung des Lebens „einfacher Bürger“, Überlebender und Nachfahren nach einer solchen Katastrophe ist wie die Idee an sich realistisch umgesetzt.





Meine Meinung

Fangen wir mit etwas Positiven an. Ganz zu Beginn wird der erste Teil kurz zusammengefasst – vor allem für mein Erbsenhirn eine Erleichterung, immerhin habe ich den schon vor anderthalb Jahren gelesen. Leider ist die erste Hälfte wirklich anstrengend zu lesen. Es handelt sich lediglich um eine Aneinanderreihung von Geschichten, die zwar interessant sind, aber keine Spannung aufbauen. Es geht über die ersten vierhundert Seiten hauptsächlich darum, die Charaktere wieder kennenzulernen und das Leben unterschiedlicher Personen in unterschiedlichen Lagern wird beschrieben. Das macht es wirklich schwierig, sich in die Geschichte einzufinden. Soll heißen – das Buch nicht wegzulegen und irgendetwas anderes zu tun. Ich mag Bücher, die einen nach den ersten paar Seiten/Kapiteln völlig einnehmen. Dieses ist keines davon. Außerdem verrät der Klappentext zu viel – ein Buch wird für mich uninteressant, wenn es die ersten dreihundert Seiten dauert, bis das geschieht, was ohnehin schon aus dem Klappentext hervorgeht.

Im Großen und Ganzen gibt das alles der Geschichte den Realismus, die sie ausmacht, jedoch hat man zwar nie das Gefühl, mittendrin zu sein. Als Leser ist man Beobachter, weiter nichts. Dabei gäbe die Story an sich so viel mehr her. Ich bin nach Band 1 ein wenig enttäuscht, deshalb drei Herzchen, den nächsten Band werde ich mir trotzdem kaufen. Ich hoffe nur, der Autor entscheidet sich dann, seine Figuren freizugeben und nicht des Geldes wegen einen vierten Teil rauszuhauen.

♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Love,
Casey