Dienstag, 27. Januar 2015

listen to: Alexisonfire [This could be anywhere in the world]




Titel: This Could Be Anywhere In The World
Künstler: Alexisonfire
Album: Crisis
Veröffentlicht: 2005
Genre: Post-Hardcore

Vielleicht kennt einer von euch ja die Band Alexisonfire. Ich mag sie sehr. Vor allem das Lied This Could Be Anywhere In The World mag ich besonders gerne. Es beschreibt ein sehr wichtiges Thema, das eigentlich überall präsent ist: Obdachlosigkeit.
Jeden Tag gehen wir an diesen Menschen vorbei, schenken ihnen keine Beachtung - sie sind unsichtbar für uns. Sicher, es gibt bestimmt genug Leute, die hin und wieder mal einen Euro in den Becher werfen, jedoch ist es meistens so, dass jeder von uns einfach vorbei geht. Wir werden ein Teil dieser Masse an Menschen, die an den Obdachlosen vorübergehen und froh sind, dass sie selbst ein Dach über dem Kopf haben. Wir verschließen die Augen. 
Und wie Alexisonfire schon so gut beschreibt: "There is no hope left for this souls.". Es macht mich so oft so traurig, dass diese Menschen einfach gar nie eine Chance haben werden und manchmal macht es mich richtig wütend. Vielleicht bemerkt ihr, dass mich dieses Lied ein bisschen zum Nachdenken bringt.

Jedenfalls, um wieder auf das Lied und die Band zurückzukommen: This Could Be Anywhere In The World ist 2005 rausgekommen. Das ist schon ewig her! Kennt ihr das, wenn ihr euch beim Hören denkt, dass das doch gerade erst rausgekommen ist? Manchmal fühle ich mich so alt - aber so geht es bestimmt jedem hin und wieder.

Hört euch das Lied unbedingt an. Sagt mir, ob ihr die Band auch so mögt, oder warum nicht. Auch Kommentare zum Thema Obdachlosigkeit würde ich nur zu gerne von euch lesen!
Aber das war es auch schon wieder von mir für heute. Ich kann euch leider nicht mehr erzählen, heute ist nicht mein Tag, aber ich hoffe, ich konnte euch wenigstens eine gute Band zeigen.





Sonntag, 25. Januar 2015

Sunday Post: Somewhere in Between // Irgendwo dazwischen.

Es ist der Dritte. Der Dritte von irgendeinem Monat. Zum wiederholten Mal checkt sie ihren Kontostand. Langsam verzweifelt sie, das Geld sollte schon seit Tagen da sein. Seit dem Ersten schaut sie zwanzig Mal am Tag in ihre Bank-App. Nichts. Nur die Versicherung wurde abgebucht. Kontostand unverändert.
Der Vierte. Es ist Morgen, sie ist gerade erst fähig, die Augen beim grellen Kunstlicht offen zu halten. Ein Blick aufs Konto. Nichts Neues. Morgen muss die Miete bezahlt sein, denkt sie. Das geht sich nie aus, die Vermieter sind bei einer anderen Bank. Abends vor dem Fernseher, ein letzter Blick für heute. Endlich. Auch wenn es trotzdem nicht pünktlich ankommen wird.

Samstag, sechs Uhr morgens. Sie wirft die Arme hoch in die Luft, tanzt um ihre Freundin, lacht ausgelassen und zeigt auf den Horizont. „Siehst du das? Die Sonne geht schon auf!“ Ihre Freundin starrt sie an. Und einen Moment später lächelt sie über ihr Mädchen. „Ich liebe diesen kurzen Moment, in dem das zarte Blau und der hellgelbe Rand des Sonnenaufgangs sich treffen und einen schmalen Streifen Grün schaffen.“
„Ich weiß“, sagt sie lachend, den Kopf über so viel Energie nach einer Nacht in einer verrauchten Bar und kaum einer Minute, die ohne zu tanzen verbracht hatte. „Das erzählst du mir immer um diese Uhrzeit.“
Und sie plappert weiter, irgendetwas, sie ist zu laut, und zu aufgekratzt, sie weiß, dass die Leute sie anstarren, sich wundern, sich vielleicht sogar fremdschämen – aber so sind die Leute in den Morgenstunden. Sie glauben bestimmt, sie sei betrunken, sie fühlt sich auch als wäre sie betrunken. Aber sie ist nüchtern. Sie ist immer nüchtern.
Plötzlich rennt sie los, sie spürt die eisige Luft in ihrer Lunge, wie ihr der Atem wegbleibt. Nach ein paar Metern bleibt sie stehen und lacht. Und obwohl sie kaum atmen kann und die ganze Nacht getanzt hat, dreht sie sich wieder im Kreis, die Arme hoch in der Luft; das Morgengrau schmeckt nach Freiheit. Und das Leben ist so schön. Es ist perfekt.

Montag Morgen, das Wochenende scheint so fern. Es ist dunkel, außerhalb der Decke eiskalt und eine neue Woche beginnt. Es fühlt sich nicht nach einem guten Start an, sie wünschte, es wäre schon Freitag, sie müsste nicht zur Arbeit, sie könnte das echte Leben leben. Aber sie steht auf. Weil sie muss. Sie fühlt sich verloren zwischen all den Pflichten, den Aufgaben, egal ob die freiwilligen oder die, um die man nun mal nicht herumkommt. Eigentlich will sie sich die Decke wieder über den Kopf ziehen und bis Mittag schlafen. Sechs Uhr morgens.

Keine Nacht durchtanzt, kein Lachen, kein Plappern und keine eisige Luft nach einem spontanen Lauf in den Horizont. Müdigkeit. Anstrengende Arbeit. Die Miete. Aber der grüne Streifen. Nicht nur für den Kontostand. Auch für sich selbst und die Menschen in ihrem Leben.


Und irgendwo dazwischen, irgendwo zwischen Existenzängsten und durchtanzten Nächten, da ist sie, widersprüchlich, zu erwachsen und zu kindisch, zu ernst und zu übermütig, zu wenig Pumps im Schrank und zu viele Boots. Aber egal ob erwachsen oder kindisch, ernst oder übermütig, in Pumps oder in Dr Martens – immer sie selbst. Tag für Tag. Nacht für Nacht.





Samstag, 24. Januar 2015

inspiration: striped clothes

Streifen. Vor ungefähr zwei Jahren waren die gefühlt überall (okay, in der Fashion-Welt ist das bestimmt schon drei Jahre her, oder so…). Man kam einfach nicht drumherum. Egal, in welchen Laden man ging, es gab gestreifte T-Shirts, Langarmshirts, Tops, Pullover, Blusen und was man sich nur vorstellen konnte. Hosen. Röcke.

Und ich war damals so genervt von all den Ringeln – ich hab mir nichts gekauft, das Streifen hatte. Lasst mich kurz überlegen… Gut, ein Top war dabei, das hat mir meine Mam gekauft. Aber abgesehen davon – nichts. Heute finde ich das richtig doof, weil man sie so vielseitig einsetzen kann.

Streifen passen einfach immer, egal ob elegant, lässig, gemütlich, cool oder romantisch. Obwohl sie so geradlinig sind sie doch so wandelbar, eigentlich kaum zu glauben. Aber seht doch einfach selbst:

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shop a shirt here // here // here (my favourite!) or here
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my favourite style - oversized and ripped ♥
That's awsome too - I especially like the loose fit of the shirt and the hat.