Freitag, 24. Oktober 2014

read: Goethe, Johann Wolfgang: Die Leiden des jungen Werthers

Autor: Johann Wolfgang von Goethe
Titel: Die Leiden des jungen Werthers
Genre: Briefroman
Verlag: Reclam (Kindle)
Erschienen: September 1774
Umfang: 112 Seiten

Die Leiden des jungen Werthers ist eines dieser Bücher, die man vielleicht schon mal im Deutsch-Unterricht lesen musste und nicht wirklich was damit anfangen konnte. Aber ich persönlich finde, es sind genau diese Geschichten, die das Herz auf eine andere Art und Weise berühren. Eine, auf die man sich einlassen muss.

"Was ich von der Geschichte des armen Werther nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, daß ihr mir's danken werdet. Ihr könnt seinem Geist und seinem Charakter eure Bewunderung und Liebe, seinem Schicksale eure Tränen nicht versagen.

Und du gute Seele, die du eben den Drang fühlst wie er, schöpfe Trost aus seinem Leiden und laß das Büchlein deinen Freund sein, wenn du aus Geschichten oder eigener Schuld keinen näheren finden kannst."
Johann Wolfgang von Goethe - Die Leiden des jungen Werther

Der junge Werther verlässt sein Elternhaus, weil er eine Erbschaftsangelegenheit regeln muss, was sich aber gut trifft, denn so kann er eine unglückliche Liebesgeschichte hinter sich lassen. Auf seiner Reise begegnet er Lotte, der Tochter des netten Amtmann S. Er ist so fasziniert davon, wie sie sich um ihre acht Geschwister kümmert, als wären es ihre Kinder. 
Er verliebt sich in sie - er tut es aber immer als rein platonisch ab. 
Zu Werthers Unglück, muss er herausfinden, dass Lotte, am Sterbebett ihrer Mutter, versprochen hat Albert zu heiraten, jedoch macht sie Werther immer wieder schöne Augen.
Für alle, die das Ende noch nicht kennen und es auch nicht kennen wollen, bis sie es gelesen haben, sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen. Ich kann euch aber sagen, dass es ein wirklich tolles Buch ist und ihr es kennen solltet.

Werther reist weit fort. Er fühlt sich von allen verlassen und ungeliebt. Er ist unerwünscht und das macht ihm nicht nur Albert klar. Lotte möchte, kurz vor Heilig Abend, aber, dass er wieder zurückkehrt, während Albert abwesend ist. Dies tut er auch, ohne dabei an Konsequenzen zu denken.  An jenem Abend tauschen sie Zärtlichkeiten aus, aber Werther wird klar, dass diese Beziehung keine Zukunft hat und beschließt sich das Leben zu nehmen. Um Mitternacht vor Heilig Abend setzt er sich an den Schreibtisch von Albert und schießt sich mit einer ausgeliehenen Pistole in den Kopf. Am nächsten morgen wird er verwundet aufgefunden - er stirbt erst zu Mittag. Ein Begräbnis wird ihm verwert und damit endet das Buch.

Diese Geschichte erinnert mich so an die Realität. All diese jungen Leute, die aufgrund der Liebe das Leben nehmen. Es sollte doch noch andere Wege geben.
Jedenfalls bin ich froh, dass ich es gelesen habe. Es ist verdammt traurig und man kann sich so gut hineinversetzen. Aber ich denke, dass es nicht wirklich für Leute geeignet ist, die Literatur nicht wirklich mögen.

♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wear: Autumn Knit and Skater Skirt

Sprachlosigkeit. Fehlende Worte. Mies im Smalltalk, ganz und gar unfähig ungezwungene Konversation zu betreiben. Das Bedürfnis nach dem Alleine-Sein, nach Ruhe, danach, keine Menschen um sich zu haben.
Reden. Sinnlose Worte. Irgendwas übers Wetter, irgendwie doch fähig zu kommunizieren. Der Drang, sich mitzuteilen, und in einer großen Menschenmenge zu stehen.

Das bin ich, das ist mein Leben, sowohl im Internet als auch in der Realität - auch wenn ich schriftlich nicht ganz so sprachbehindert wie in der Realität. Hier kann ich spontan irgendwas schreiben, hier kann ich mich mitteilen, hier traue ich mich mehr, hier fühle ich mich sicherer. Was eigentlich ziemlich bescheuert ist, immerhin rede ich vom Internet. Aber es war schon immer so - zumindest seit ich diese Materie für mich entdeckt habe. Ich habe mich hier immer sicherer, mehr ich gefühlt als in der Realität. Auch echter, weil ich immer ich selbst sein darf.

Warum das zu diesem Outfit? Ich weiß nicht recht, vielleicht, weil ich Pullis liebe, vor allem Strick im Winter, weil ich Röcke so sehr zu schätzen gelernt habe, obwohl ich früher nie welche tragen wollte. Mit dreizehn fand ich die einfach sooo uncool. Heute kann ich das überhaupt nicht verstehen. Aber das Outfit ist auf jeden Fall ich, weil es einfach und gemütlich ist. Und auch wenn meine "Bürogarderobe" auch ganz toll finde - so fühle ich mich echt. Mit Männerhemd, übergroßem Pulli und meinen heißgeliebten Docs.


knit - Tally Weijl // shirt - Tom Tailor Denim // skirt - Ann Christine // boots - Dr. Martens
tights, bag - H&M // rings - H&M // silver ring - EMP // watch - Thomas Sabo


Voicelessness. Missing words. Bad in small talk, not capable to communicate. The need to be alone, to have nobody around me.
Talking. Senseless words. Something about the weather, somehow still capable to communicate. The urge to catch on with somebody, to stand in the crowd.

That's me, that's my life, on the Internet as well as in reality - even if I'm better in writing than in talking in reality. Here I'm able to write something spontaneous, here I'm able to catch up with you. Here I dare doing much more, I'm feeling safer on the Internet. Sounds weird because I'm talking about the Interent. But it always has been so. I always have been feeling safer, more me than in reality. And I've been feeling more real because I'm allowed to be me.

Why this words for this look? I don't really know, maybe because I really love pullovers, especially knit in winter, because I really appreciate skirts even if I hated them when I was younger (I can't believe this now). But in any case, this outfit is totally me, because it's comfy and easy. And even if I like my office wardrobe - in this clothes I'm feeling real. In a men's shirt, oversized knit and my ardently love Docs.




Thank you Eden for the pictures ♥


Dienstag, 21. Oktober 2014

Listen To: So Cold



Titel: So Cold
Künstler: Breaking Benjamin
Album: We Are Not Alone
Veröffentlicht: 2004


Breaking Benjamin ist eine ganz besondere Band in meiner Playlist, die mich schon seit einiger Zeit begleitet. Sie haben einen so düsteren und irgendwie traurigen Sound. Aber nichtsdestotrotz bekomme ich immer gute Laune, wenn ich sie höre.
Im Moment ist es nicht wirklich sicher, wie lange es die Band in dieser Konstellation noch gibt bzw. ob sie überhaupt weitermachen. Immer wieder lösen sie sich auf und finden wieder zueinander. Im August wurde auch ein Comeback angekündigt, jedoch hat man seitdem nichts mehr von ihnen gehört, weder ob sie gerade an einem Album arbeiten oder wieder auf Tour gehen. Ich persönlich glaube aber nicht wirklich daran, dass die Jungs wieder zueinander finden, obwohl das wirklich unglaublich schade wäre. Naja aber weiter zum Lied:



Der Song ist vieldeutig. Jedoch meinen die meisten, dass es darum geht, wie sich die Welt um uns verändert hat/verändern wird. Menschen sind nicht mehr wirklich, sondern nur Fassade. Niemand kümmert sich mehr um den anderen. Die Menschen werden gefühlslos und gewöhnen sich an den Egoismus, da jeder so ist.

Eine weitere Version wäre, dass es um eine Frau geht, die so kalt zu ihm wurde. Aber irgendwie ist mir die erste Version lieber. Ist mal was anderes. Mir kommt nämlich vor, dass es in fast allen Liedern mittlerweile um Liebe/eine verlorene Liebe geht.

Breaking Benjamin ist eine wundervolle Band, die ich immer wieder gerne höre. Es wird einfach nie langweilig, selbst wenn man das ganze Album hört. Die Übergänge sind passend und es wirkt alles durchdacht und trotzdem voller Emotionen - was mir, vielleicht ist es euch ja schon aufgefallen - recht wichtig ist.


Was hält ihr von Breaking Benjamin? Kanntet ihr sie schon?